FTOJ 2012: Über guten Onlinejournalismus

Beim “Frankfurter Tag des Onlinejournalismus” 2012 am 14. Mai spreche ich über Beispiele für guten Onlinejournalismus. Folien ohne Kontext hier oder bei Slideshare oder sonstwo reinzuklatschen finde ich nicht sinnvoll. Den Stream trage ich aber hier –> UPDATE: IST NACHGETRAGEN <– demnächst nach. Anbei die Quellen und, sofern vorhanden, die Links zu den gezeigten (und einigen nicht verwendeten) Beispielen:

Beispiel für die gelungene onlinespezifische Aufbereitung von Themen, die auch für die Zeitung oder ein Buch aufbereitet wurden:

a) Der Beitrag über Twitter-Accounts von Politikern im Vergleich von Jan Heidtmann: “Hi, bin drin, echt!” erschien gedruckt in: Süddeutsche Zeitung, 21.04.2012. Und hier die gelungene Onlineversion für Leute mit anderen Rezeptionsgewohnheiten

b) Die Fotos, die japanische Küstenorte direkt nach dem Tsunami vom 11.03.2011 und im Februar 2012 zum Vergleich zeigen: auf dem Printtitel der “National Post” vom 12.03.2011 und 09.02.2012, abrufbar hier

Und die Online-Aufbereitung von Zeit Online mit dem sehr eleganten Schiebebalken: „Wie der Tsunami Japans Küstenorte fortriss“

c) Die Geschichte von Anonymous, erzählt von Konrad Lischka, Ole Reißmann, Christian Stöcker im Buch “We are Anonymous”. Und bei Spiegel Online unter dem Titel “Geboren zwischen Katzen und Sex”, in einem anmutig dem inhaltlich hierfür relevanten Forum 4chan nachempfundenen Layout

Beispiele für die “Erweiterung der Erfahrungswelt” durch die mehr- oder multimediale Onlineaufbereitung eines Themas:

a) Computerspiel-Artikel: Die Titelgeschichte New York Times Magazine vom 04.04.2012 über vollkommen idiotische Computerspiele (die wir natürlich trotzdem lieben) von Sam Anderson wurde online unter dem Titel “Just One More Game…” aufbereitet als vollkommen idiotisches Computerspiel (das wir natürlich trotzdem lieben)

b) Beispiele für Audio-Slideshows:

Matthias Eberl: „Außen Puff, innen Hölle“, ausgezeichnet mit dem Reporterpreis 2009

Matthias Eberl: „Neben dem Fest“

Beispiele für den User in Aktion:

a) Matthias Eberl: “Wenn er weg ist, wird er fehlen” als Beispiel für einen Slideshow-Versuch mit interaktivem Tontext, bei dem der Nutzer selbst u.a. die Geschwindigkeit aktiv bestimmt

b) Die multilineare Langstraße-Dokumentation: Christoph Müller, Frank Senn: „360 Grad Zürich Langstrasse“, SRF

c) Interaktive Timeline zum arabischen Frühling des Guardian: “Arab spring: an interactive timeline of Middle East protests” – was wann wo geschah

d) Parteispendenkarte der taz von OpenDataCity – wer hat wann an welche Partei gespendet?

e) Sport-Infografik der New York Times: “How Mariano Rivera Compares to Baseball’s Best Closers”

f) Infografik über Gay Rights des Guardian: “Gay Rights in the US, state by state”

Beispiele für den Dialog mit dem User:

a) Beispiel für die Einbindung sozialer Netzwerke mit Storify: Aufbereitung der Kony-Kampagne von Andreas Jahn: “Die Banalität des Sentimentalen”, NZZ

b) Beispiel für Live-Blogging im Dialog: Twitter-Account “ReporterZDF”

Nicht verwendete weitere Beispiele:

a) der Zugmonitor der SZ

b) Über die Weltkarte deutscher Entwicklungszusammenarbeit, via Zeit Online

c) Über das US-Geheimdienstwesen, Washington Post

d) Sehr hübsch: das “Three little Pigs”-Werbevideo des Guardian über den hauseigenen Digitaljournalismus

e) Der Podcast als bessere andere Talkshow: “Alternativlos 20″, dazu das von begeisterten Hörern erstellte Transkript

Anregungen gefunden bei folgenden weiterführenden Texten und weitere Links:

a) Dirk von Gehlen: “Was ist guter Onlinejournalismus?”, dvg.de

b) Stefan Plöchinger: “1 + 1 +1 = so viel mehr als 3″, vocer.org

c) Wolfgang Michal: “Das Pantelouris-Experiment”, carta.info

d) Der “Zapp”-Beitrag “Verleger verschlafen Online-Entwicklung” vom Mai 2012 (bitte bei Interesse jetzt sofort klicken, sonst ist er wahrscheinlich hinter der Über-Gebühr-bezahlt-Schranke verschwunden)

e) Erzählen mit Social-Media-Anbindung, siehe etwa Storify oder MundusMedia

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